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Dienstag, 22. März 2011

Kann man mit Hypnose alles in Zeitlupe erleben?

Das ist möglich. Zeitdehnung und das Gegenteil davon, Zeitraffung, sind beliebte Themen und Anwendungen der Selbsthypnose. Die Technik wird auch in der Sporthypnose eingesetzt. Wenn man das erlernen möchten, ein Tipp: Es gibt einen ziemlich guten Selbstlernkurs der Selbsthypnose, den Raymond Morren kostenfrei ins Internet gestellt hat und der für Anfänger geeignet ist. Übrigens: Das Gefühl, alles "wie in Zeitlupe" zu erleben, stellt sich manchmal in Extremsituationen von selbst ein - etwa bei einem Unfall.




Mittwoch, 22. September 2010

Tics, Tourette und (Selbst-) Hypnose

Berühmter Hypnose-Schüler:
Georges Gilles de la Tourette
Foto: Wikipedia
Tics, Zwangsstörungen, Tourette-Syndrom - das klingt wie eine aufstrebende Linie, und es gehört zusammen. Menschen mit Tourette-Syndrom leiden unter zahlreichen Tics, die häufig in der Kindheit beginnen und mit der Pubertät stärker werden. Manchmal lassen sie im Erwachsenenalter nach. Gesichtsgrimassen, Imitation, Nachsprechen, Schreien (von aggressiven oder obszönen Ausdrücken) und vieles mehr sind Erscheinungsweisen des Syndroms, das übrigens von einem Schüler Charcots erstmals beschrieben wurde, Gilles de la Tourette (1857 - 1904). Martin Charcot war ein berühmter Neurologe seiner Zeit und behandelte viele seiner Patienten mit Hypnose.

Nun ist uns die zweite fundierte Studie zur Kenntnis gelangt, die belegt, was im Praxisalltag nachvollziebar ist: Hypnose ist eine erfolgreiche Strategie bei Tourette-Syndrom, die Tic-Aktivität lässt bei 79 Prozent der behandelten Patienten deutlich nach. Der Kontrollzeitraum betrug in der Studie von Lazarus und Klein (2010) zweieinhalb Monate. Wie gingen die Hypnoseforscher vor?

Mittwoch, 4. August 2010

Hautverbrennungen: Hypnose wird in Schweizer Kliniken eingesetzt

Darstellung Hautverbrennung
1. bis 3. Grad, Grafik
Quelle: Wikipedia

Das Fachmagazin Burns berichtet über einen Langszeitversuch Lausanner Ärzte an 23 Patienten, die Verbrennungen an einem Viertel der Körperoberfläche erlitten haben. Sie wurden nach Einweisung ins Krankenhaus und erfolgreicher Hauttransplantation mit Hypnose behandelt, die Kontrollgruppe mit vergleichbaren Verletzungen nicht.

Zudem wurden den Patienten Selbsthypnose beigebracht. Ergebnis: Die Patienten haben weniger starke Schmerzen (auch beim Verbandwechsel), die Angst vor den Eingriffen war geringer, sie brauchten weniger häufig psychiatrische Behandlung, viel niedrigere Dosen Schmerzmittel, seltener Vollnarkosen für OP's, und vor allem: Die Wunden heilten besser. Das zeigt die tiefere Transplantationsrate.

Im Durchschnitt verbrachten die Hypnose-Patienten fünf Tage weniger auf der Intensivstation, der Spitalaufenthalt verkürzte sich um sechs Tage - immer im Vergleich zur Kontrollgruppe.